Hoch geführt, schön gespielt, fast verloren, knapp gewonnen – und eine Reise nach Las Vegas. Das alles und noch viel mehr spielte an diesem Spieltag die Hauptrollen in der Partie Bonn gegen Braunschweig.
- Viva Las Vegas: Es geschehen noch Zeichen und Wunder! Falls jemand aufgrund der zahlreichen, kläglich gescheiterten Wurfversuche angenommen hat, die Reise nach Jerusalem Las Vegas würde am Ende des Tages einfach dem nächst-besten Balljungen in die Hand gedrückt, so durfte er am Sonntagnachmittag eine freudige Überraschung erleben. Oliver Gartzke aus Alfter traf zwar nicht, so wie es den Regeln eigentlich entspräche, direkt beim ersten Versuch den Korb aus 14 Metern Entfernung. Doch da er diesen denkbar knapp verfehlte, gewährte ihm “Baskets-Mädchen für Alles” Stephan Unkelbach einen zweiten und letztendlich auch den dritten erfolgreichen Versuch. Trotz dem zu diesem Zeitpunkt spektakulären Spiel der Baskets, erreichte das Stimmungsbarometer bei dieser Aktion einen neues Maximum, welches in dieser Saison nur selten erreicht wurde. Bleibt allerdings die Frage, was der gute Oliver in Las Vegas unternehmen wird, wenn er weder die Spielcasinos, noch die Clubs der Stadt besuchen darf?
- “Kennst du den hier?”: Wir fragen uns zwar noch immer, wieso man ausgerechnet im Telekom-Dome Geburtstag feiern sollte. Keine Hüpfburg, kein Bällebad, Bier auf’m Parkett würde für ungewollte Bodenhaftung sorgen und eine Stange für die Stripperin sehen wir auch nirgends. Jedenfalls war es wieder soweit. Stephan Unkelbach sorgte in bester „Michael Schanze-Manier“ für das Interview mit dem kleinen Geburstagskind. Seinem Spitznamen „Gentleman“ gerecht werdend, lies es sich Vincent Yarbrough höchst persönlich nicht nehmen, dem Jungen seinen Glückwunsch auszusprechen. Auf die eigentlich rhetorische Frage Unkelbachs, ob der junge Jubilar seinen prominenten Gratulanten denn kenne, antwortete dieser kurz und ehrlich mit „Nein!“. Wundern darf man sich hierbei allerdings nicht – ist es doch schon genau 5 Monate her, seitdem Vincent zuletzt das Trikot der Baskets trug.
- Pedal to the metal: Das gute und vor allem schnelle Transition-Game ermöglichte es den Baskets in der ersten Halbzeit einen Fastbreak nach dem anderen zu laufen. Vor den Augen seiner Familie kam dies vor allem Bryce Taylor zu Gute. Angefeuert von seiner Schwester Blaine Tabitha und seinem Bruder Brendyn, erzielte Bryce die ersten 8 Punkte für sein Team und konnte nach dem ersten Viertel 10 Punkte bei perfekter Trefferquote verbuchen.
- Den Award für den besten Look durfte an diesem Abend jedoch Yassin Idbihi entgegen nehmen. Idbihi, der normalerweise auf Kontaktlinsen zurückgreift, lief stattdessen mit einer Sportbrille auf, die eher an einen Oberlehrer als einen Athleten erinnerte. Das Nasenfahrrad brachte allerdings keinen weiteren Vorteil, so dass der Deutsch-Marokaner ganze 7 Punkte unter seinem Saisonschnitt von 11 PPG blieb.
- Wo ist eigentlich Heiko Schaffartzik? Der sonst für seine Range bekannte Aufbauspieler, wurde von Jared Jordan und der Team-Defense der Bonner so in seinen Kreisen eingeschränkt, dass ihm offensiv rein gar nichts gelang. Mit 0 Punkten und nur 2 Assistenten konnte er dem Spiel weder seinen Stempel aufdrücken, noch das Spiel der Braunschweiger in gewohnter Art und Weise kontrollieren und lenken. Lob an die Bonner Verteidigung – in dieser Saison wurde der 26-jährige noch nicht einmal bei 0 Punkten gehalten!
- Wo ist eigentlich Dirk Bauermann? Zählen wir mal auf: Mit Johannes Strasser, Artur Kolodziejski, Alex King, Nils Mittmann, Yassin Idbihi und den beiden Nationalspielern Tim Ohlbrecht und Heiko Schaffartzik standen insgesamt 7 deutsche Spieler auf dem Parkett-Boden. So gingen gut 25% der gesamten Spielzeit auf das Konto deutscher Spieler. Eigentlich ein “Must-See”-Spiel für einen Bundestrainer. Leider glänzte dieser mit Abwesenheit.
- “Red Nose Day”: Nicht nur die Spieler kamen mächtig ins schwitzen, auch das Team hinter dem Team musste gleich zwei Mal in Aktion treten. Sowohl Tim Ohlbrecht, als auch Patrick Flomo wurden im Gerangel an der Nase erwischt und mussten daraufhin mit Nasenbluten das Spielfeld verlassen. Die Medizinische-Abteilung sorgte jedoch dafür, dass beide nach nur kurzer Pause wieder am Spielverlauf teilnehmen konnten. Jetzt wissen wir auch, woher der Begriff “Feldlazarett” stammt!
- Er ist der Topscorer der Telekom Baskets Bonn – mit der Nummer 4, Bryce Taaaaayl ~ .. Moment! Nicht so schnell! Im teaminternen Punkteranking gab es eine kleine Veränderung. Ronald Dupree nämlich hat Kollege Taylor überholt und führt nun mit 13,4 PPG knapp vor Chris Ensminger (13 PPG) und Bryce Taylor (12,9 PPG). Zusätzlich ist R-Dup auch weiterhin unser bester 3-Punkte-Schütze. Mit 45% Trefferquote führt er mit Abstand das Feld an (gefolgt von Artur mit knapp 38%).
- Wer den Klang der Buschtrommeln, das Zwischtern der Vögel, die Mund-zu-Mund Propaganda noch nicht vernommen hat oder einfach unter einem Stein lebt, dem sei noch einmal gesagt: Wir werden zu 95,45 %-Wahrscheinlichkeit aus Paderborn live per baskets|blog-Netradio übertragen! Und nun kommt ihr ins Spiel. Postet in die Comments, schreibt uns per Twitter oder Facebook, wen wir nach dem Spiel das Mikrofon unter die Nasen halten und welche Fragen wir demjenigen stellen sollen?
- Letzte Woche war es eine klare Angelegenheit: Ronald Dupree wurde von euch mit Abstand zum Spieler des 27. Spieltages gewählt. Nun heißt es aber wieder: Neuer Spieltag – neues Glück! Welcher Spieler unserer Werks-Elf ist eurer Meinung nach der Spieler des Tages?
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