Spitzenreiter, Spitzenreiter, Hey, Hey! Nach nun drei Siegen aus drei Spielen stehen die Telekom Baskets da, wo sie hingehören: an der Spitze der Tabelle. Nach überzeugenden Leistungen gegen Liga-Novizen Bayern München und BBL-Veteran Phoenix Hagen, setzten die Bonner den Positiv-Trend fort und konnte auch Schlusslicht Giessen ohne große Probleme besiegen. Was an diesem Spieltag so alles auf und abseits des Parketts passierte, könnt ihr in unseren 10 Freiwürfen zum 3. Spieltag lesen.
- Parkplatzsituation: Bevor es überhaupt losging, sorgte ein mal mehr hohes Verkehrsaufkommen rund um den Telekom-Dome für langes Anstehen an Autobahn-Abfahrt und Basketsring-Auffahrt. Schaffte man es schließlich auf den Basketsring abzubiegen, war man (wie mir persönlich passiert) leider schnell in die Parkplatzfalle getappt. Zwar war durch die Spielanlegung am Mittwochabend der Edeka-Parkplatz durch die reguläre Öffnungszeit des Supermarktes geöffnet, zahlen musste man trotzdem. Wieso? Das konnte mir der Kassierer auch nicht überzeugend erklären. Wäre ich nicht in den Basketsring abgebogen und wäre “direkt” auf den Edeka/Lidl-Parkplatz gefahren, wären mir die Kosten erspart geblieben – da ich nun aber bereits drauf war, blieb mir nichts anderes übrig als zu zahlen. Zusammenfassend: Eine Seite des Edeka-Parkplatzes ist umsonst, bei der anderen wird kassiert
- Zuschauerzahlen: Simons Serapinas war überrascht ob der gut besuchten Baskets-Halle. Trotzdem konnte man sehen, dass ein Mittwochabend Rush-Hour Spiel gegen Giessen nicht die Attraktivität eines Feiertagsspiel gegen Bonzen München besitzt. Die Stimmung war den Umständen entsprechend gut, jedoch merkte man deutlich, dass so einigen Fans noch die Job-Krawatte die Kehle zuschnürten, wenn doch eigentlich gesungen werden sollte. Trotz allem fanden sich, nach offiziellen Angaben, 4510 Zuschauer im Telekom-Dome ein. Anders als in den Jahren zuvor, war der Giessener Anhang leider nicht vor Ort.
- Piontek is back: Nach dem kurzen Gastspiel von Stefan Unkelbach als Hallensprecher, kehrte nun Frank Piontek wieder an seinen Arbeitsplatz zurück und zeigte seine gewohnt gute Leistung. Leider verlor seine Spielerpräsentation etwas an Kraft und Atmosphäre. Das lag allerdings nicht an Piontek. Wie ich vermute, war entweder eine falsche Tonabmischung oder eine defekte Lautsprecherbox dafür verantwortlich. Pionteks-Stimme fehlten die Tiefen und klang somit etwas flach und knarzig.
- Neues Talent vs. Altes Talent: Mitlerweile zur festen Rotation gehörend, ist das Bonner Eigengewächs Fabian Thülig. Der Jurastudent konnte sich auch gleich mit jemanden messen, der sich viele Jahre vor ihm bereits in der selben Situation befand. Misan Nikagbatse ist zurück in der Bundesliga und ist vom ehemaligen Talent und Nationalspieler zum Bankspieler eines Teams im unteren Tabellendrittel geworden. “Schuld” daran waren mehrere Verletzungen, sodass Misan nun wieder versucht in Deutschlands Liga Fuß zu fassen und in Giessen anzugreifen. Rein statistisch unterschieden sich die beiden nicht. Fabi konnte trotz seines Pechs im Abschluss, vor allem Defensiv Akzente setzen. Nicht nur einmal hielt er den US-Amerikaner und Routinier Maurice Jeffers vor sich und konnte dabei vor allem von seiner Größe und guter Fußarbeit profitieren.
- Neues Talent Teil 2: Zu seinen ersten Bundesliga-Minuten in der Saison 11/12 gelangte auch der U20-Nationalcenter Jonas Wohlfarth-Bottermann. Geschuldet durch zwei frühe Fouls Ensmingers, durfte Jonas bereits im ersten Viertel auf’s Spielfeld. Nach sehr nervösem Start fand JoWoBo immer besser ins Spiel und wurde schließlich durch 2 Punkte im letzten Viertel belohnt. Achja, wem ist eigentlich dieses grandiose Loblied auf JoWoBo aufgefallen? Garantiert Charttauglich!
- Neues Talent Teil 3: Florian Koch deutete in nur zwei Minuten Spielzeit das an, was viele schon lange vermuten. Dieser Spieler kann ein ganz Großer werden. Ausgesattet mit einen Doppel-Lizenz für Kooperationspartner Rhöndorf, kam der junge Koch in der Garbage-Time nicht nur zu seinem ersten Bundesliga-Einsatz, sondern auch gleich zu seinen ersten Bundesliga-Punkten. Er avanciert dabei auch prompt mit 6 Punkten, darunter 3 Freiwürfen und einem frechen Dreier, zum besten Mann von der Bank. Das Positive daran: Florian Koch erzielte die meisten Bankpunkte der Bonner. Das Negative daran: Florian Koch erzielte die meisten Bankpunkte der Bonner.
- Spaß mit Simonas: Beim Baskets-Fantalk zeigte sich der Scharfschütze von seiner lustigen Seite. Auf die kreative Frage Unkelbachs, wie es dem Litauer in Bonn denn so gefalle, antwortete Serapinas, dass es ihn nerven würde immer die selbe Frage zu beantworten. Zustimmung gabs auch gleich von den Fans. Als diese ohne auf die Übersetzung zu warten, auf eine Antwort von Serapinas mit spontanem Applaus reagierten, freute sich der 29-jährige und meinte frech: “Na siehst du – wir brauchen dich gar nicht!”. Die Lacher hatte er auf seiner Seite.
- Sprachkurs mit Simonas: Eine Sache lag ihm dann aber doch am Herzen. Seit seiner Ankunft hier in Bonn würde er von allen nur noch Simonas (ausgesprochen wie Simone) genannt. Dabei heiße er doch anders! Seinen Name, wie er Unkelbach in bester Abendschul-Manier deutlich machte, spreche man doch Sssssssssimonas aus. Also mit sehr scharfem litauischen S anstatt dem butterweichen deutschen S.Und weil Ssssssssssimonas so ein kollegialer Typ ist, durfe Unkelbach auch gleich die Aussprache des Namens seines Landsmannes üben.
- Gut geölte Maschine: So könnte man durchaus das viel gelobte Teamspiel der Baskets bezeichnen. Maschinen sind aber auch die beiden Litauer, glaubt jedenfalls Headcoach Mike Koch. “Die laufen und laufen und laufen… wenn sie offen sind werfen sie und treffen meistens!” Während bei Serapinas momentan beides zutrifft, kann sich Benas Veikalas momentan “nur” durch intensive Laufarbeit und Einsatz auszeichnen. Eigentlich mit einem guten Wurf ausgestattet, hat der Familienvater bis jetzt erst 2 von 13 Dreier-Versuchen versenkt.
- Ensminger ohne Zielwasser: Der Topscorer der Bonner zeigte sich (mal wieder) von seiner besten Seite und erzielte in lediglich 18 Minuten 16 Punkte. Wieso also ohne Zielwasser? Als er im letzten Viertel von Mike Koch eingewechselt werden sollte, zog er sich rasch sein Shootingshirt aus und warf es wie üblich in Richtung Teambetreuer Andreas Könings. Der Wurf verfehlte aber derart sein Ziel, dass ein Zuschauer in der ersten Reihen hinter der Bonner-Bank das gute Stück über den Kopf bekam und sich ersteinmal unter der Plane befreien musste. Die ganze Szene sah so dämlich aus, dass Ensminger selbst anfing zu lachen und Michael Koch ihn für so einen schlechten Wurf direkt wieder auf die Bank zurückorderte und stattdessen Wohlfarth-Bottermann brachte.










Punkt 1 find ich seeeeeehr schwach von euch. Es sollte doch bekannt sein, dass die Edeka Parkplätze nicht genutzt werden sollten. Wenn das jeder so machen würde wie ihr, würden wir nur noch Sonntags spielen…
Deine Kritik hat nicht viel mit dem Punkt zu tun den ich angesprochen habe. Wie du sicherlich gelesen hast wurde bezahlt (Wie eigtl. immer wenn die Parkplätze kostenpflichtig sind). Dass die Edeka/Lidl-Parkplätze von vielen Baskets-Fans genutzt werden ist nicht erst seit dieser Saison ein Fakt. Dies hat aber doch hauptsächlich mit den eng bemessenen, baskets-eigenen Stellflächen zu tun und weniger mit mir, der darüber schreibt.
Außerdem sollen sie ja genutzt werden – sonst würde man keine Parkgebühr verlangen und die Flächen nicht bereitstellen. Was mich in diesem Fall überrascht hat, konntest du auch lesen.
Danke für deinen Beitrag.